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Klinische Tests in der Physiotherapie nach Körperregion

Klinische Funktionstests prüfen gezielt eine Struktur oder Funktion und liefern ein positives oder negatives Ergebnis — anders als Assessments, die einen Skalenwert liefern. In der Physiotherapie dienen sie dazu, eine Arbeitshypothese aus dem Befund zu bestätigen oder zu verwerfen. Ein einzelner Test trägt keine Entscheidung: Er ersetzt weder die Anamnese noch bildgebende Diagnostik, und ein positives Ergebnis bestätigt eine Hypothese, ohne sie zu beweisen.

Autor:in: Redaktion physiotherapie-praxis24.de · Medizinische Prüfer:in: Steinauf Praxisverbund

Fachliche Prüfung (medizinisch): Steinauf Praxisverbund · Autor:in: Redaktion physiotherapie-praxis24.de · Medizinische Prüfer:in: Steinauf Praxisverbund · Prüfdatum: 18.09.2026 · Korrekturweg: Fehler melden an info@steinauf-praxisverbund.de

Zuletzt geprüft: 18.09.2026 · Korrekturweg: Fehler melden an info@steinauf-praxisverbund.de

Instrumente nach Fragestellung

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Die Filterleiste ist eine Bedienhilfe; die vollständige Liste steht serverseitig im HTML und bleibt ohne Skript erreichbar.

Die Tabelle ordnet jeden Test seiner Körperregion und der geprüften Struktur zu. Details zu Durchführung und Bewertung stehen auf der jeweiligen Testseite.
RegionTestZielstrukturBewertung
KnieLachman-TestVorderes KreuzbandVerschiebung des Schienbeins gegenüber dem Oberschenkel, Endgefühl und Seitenvergleich
Wirbelsäule und NervensystemSlump-TestNeurale Spannung und Nervenwurzelreizungkombinierte Flexionsbewegung von Wirbelsäule, Hüfte und Knie
Weitere RegionenPatrick-TestHüftgelenk und IliosakralgelenkFlexion, Abduktion und Außenrotation im Hüftgelenk
Schulter und weitere RegionenNeer-TestSubakromialer Raum und Rotatorenmanschettepassive Elevation des innenrotierten Arms
Jeder Eintrag nennt die Fachquelle, aus der Durchführung und Bewertung stammen. Der Lachman-Test prüft die Stabilität des vorderen Kreuzbands; der Slump-Test prüft die neurale Spannung entlang von Rückenmark und Nervenwurzeln.

Wie ein Test ausgewählt wird

Fragestellung

Welche Struktur oder Funktion soll geprüft werden? Klinische Tests bestätigen oder verwerfen eine Arbeitshypothese aus dem Befund — sie stellen keine Diagnose.

Zielgruppe

Auch die Vortestwahrscheinlichkeit spielt eine Rolle: Ein positives Ergebnis ist umso aussagekräftiger, je mehr Anamnese und Befund bereits im Vorfeld für dieselbe Hypothese sprechen. Bei einer von vornherein unwahrscheinlichen Hypothese bleibt selbst ein positiver Test mit Vorsicht zu interpretieren.

Gütekriterien

Kein Test ist perfekt zuverlässig, und ein Ergebnis kann sowohl fälschlich positiv als auch fälschlich negativ ausfallen. In der Praxis werden deshalb mehrere Tests zu einer Testkombination zusammengeführt: Bestätigen mehrere unabhängige Tests dieselbe Hypothese, steigt die Sicherheit der Einschätzung deutlich.

Grenzen standardisierter Messung

Aus dem Verbund: Zur Entscheidung tragen vor allem der Lachman-Test, die Bewegungsprüfung nach der Neutral-Null-Methode und die Kraftprüfung nach Janda bei; andere Tests laufen eher aus Gewohnheit mit. Ergebnisse werden als Befundbeobachtung formuliert — „Lachman-Test vermehrt aufklappbar" statt einer Diagnose.

Messwerte im Therapiebericht

Ein Testergebnis gehört in die Befunddokumentation und, wenn relevant, in den Therapiebericht — dort macht es die geprüfte Hypothese für die weiterbehandelnde Praxis oder den behandelnden Arzt nachvollziehbar. Wichtig bei der Formulierung: Ein positives Testergebnis beschreibt einen Prüfbefund, keine Diagnose — die Diagnosestellung bleibt ärztliche Aufgabe.

Therapiebericht aufbauen

Befunde, Verlauf und Ergebnis adressatengerecht zusammenfassen.

Befundprozess verstehen

Die Schrittfolge von der Anamnese bis zur Zielvereinbarung.

Klinische Tests einordnen

Funktions- und Provokationstests nach Körperregion.

Häufige Fragen


Welche klinischen Tests gibt es in der Physiotherapie?

Diese Seite führt aktuell zwei Tests nach Körperregion: den Lachman-Test für das Knie und den Slump-Test für Wirbelsäule und Nervensystem. Gesucht wird über die Körperregion und die Fragestellung, nicht über den Namen allein.



Was bedeutet ein positiver Test?

Ein positiver Test bestätigt eine Arbeitshypothese aus dem Befund, beweist sie aber nicht. Ein Einzeltest stützt eine Hypothese und trägt keine Entscheidung allein; die Diagnosestellung bleibt ärztliche Aufgabe.



Wie aussagekräftig sind einzelne Tests?

Ein einzelner Test ist begrenzt aussagekräftig — erst die Kombination mehrerer Tests und die Vortestwahrscheinlichkeit machen ein Ergebnis belastbar. Sensitivität und Spezifität stehen nur als belegte Spanne mit Studienkontext, nicht als scheinbar exakte Einzelwerte.


Quellen und Verantwortung

Woher die Zahlen stammen

Woher die Zahlen stammen

Der Block steht auf jeder Gehaltsseite und verlinkt auf die Methodikseite.

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Autor:in: Redaktion physiotherapie-praxis24.de · Fachliche Prüfung (medizinisch): Steinauf Praxisverbund · Fachliche Prüfung (rechtlich): nicht erforderlich · Prüfdatum: 18.09.2026 · Prüfintervall: jährlich

Quellen, Konflikt, Korrektur

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1

Fachliteratur zur klinischen Untersuchung — Testbeschreibungen und Gütekriterien · AWMF-Leitlinien der jeweiligen Region mit Registernummer, je Test zu ergänzen

Abrufdatum: 18.09.2026

2

Eigene Verbundpraxen — Einsatzpraxis

Maßgeblich sind die einschlägigen AWMF-Leitlinien; das Register ist unter awmf.org/leitlinien abrufbar (abgerufen am 18.09.2026). Die Registernummern werden je Test ergänzt.