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Gehaltscheck Physiotherapie

Nettogehalt als Physiotherapeut:in

Das Nettogehalt als Physiotherapeut:in hängt 2026 von vier Sozialabgaben und der Lohnsteuer ab: Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung kosten Arbeitnehmer:innen zusammen gut ein Fünftel des Bruttogehalts (Beitragssätze 2026, Techniker Krankenkasse), dazu kommt die Lohnsteuer je nach Steuerklasse. Bei 3.452 € brutto und Steuerklasse I bleiben so 2.306,77 € netto (BMF-Lohnsteuerrechner 2026).

Herausgeber: Steinauf Praxisverbund

Autor:in: Redaktion physiotherapie-praxis24.de · Prüfstand: 18.09.2026 · Zahlenstand: Beitragssätze 2026

Beitragsstand: Beitragssätze 2026 · Zahlenstand: 18.09.2026

Die Abzugssätze 2026 im Überblick

18,6 %

Rentenversicherung

Techniker Krankenkasse, Beitragssätze 2026

14,6 % + 2,9 % Ø-Zusatzbeitrag

Krankenversicherung

Techniker Krankenkasse, Beitragssätze 2026

3,6 % · 4,2 % für Kinderlose

Pflegeversicherung

Techniker Krankenkasse, Beitragssätze 2026

2,6 %

Arbeitslosenversicherung

Techniker Krankenkasse, Beitragssätze 2026

Was vom Brutto abgeht

Sozialabgaben tragen Arbeitgeber und Arbeitnehmer:in grundsätzlich je zur Hälfte — nur den Kinderlosen-Zuschlag zur Pflegeversicherung trägt allein die Arbeitnehmerseite. Auf die Arbeitnehmerseite entfallen damit 9,3 % Rentenversicherung, 1,3 % Arbeitslosenversicherung, 8,75 % Krankenversicherung (7,3 % allgemein plus 1,45 % halber Zusatzbeitrag) und 1,8 % Pflegeversicherung, für Kinderlose 2,4 %. Für hohe Einkommen gelten Obergrenzen: Bis 5.812,50 € brutto im Monat werden Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge berechnet, bis 8.450 € Renten- und Arbeitslosenversicherung (AOK, Rechengrößen 2026). Bei der Lohnsteuer bleiben die ersten 12.348 € im Jahr als Grundfreibetrag steuerfrei (§ 32a EStG, 2026). Mit Kirchensteuerpflicht — Beispiel 9 % in Nordrhein-Westfalen — sinkt das Netto beim Median-Fall von 2.306,77 € auf 2.271,28 €: 35,49 € weniger im Monat, 425,88 € im Jahr (BMF-Lohnsteuerrechner 2026).

Sechs Beispielfälle

Brutto zu netto, sechs typische Konstellationen · Steuerjahr 2026 · ohne Kirchensteuer, kinderlos
FallSteuerklasseWochenstundenBruttoNetto
Vollzeit am MedianI38,53.452,00 €2.306,77 €
BerufseinstiegI38,52.980,00 €2.043,10 €
Teilzeit 30 Std.I302.690,00 €1.878,17 €
Weitere belegte Fälle: Steuerklasse III bei 3.452 € brutto ergibt 2.599,02 € netto; Vollzeit in Nordrhein-Westfalen bei 3.498 € brutto ergibt 2.332,18 €; das erste Ausbildungsjahr nach TVAöD bei 1.365,24 € brutto ergibt 1.068,29 €. Herkunft der Bruttozahlen: 3.452 € (Median) und 3.498 € (NRW) aus dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Datenstand 2025; 2.690 € Teilzeit aus eigener Rechnung (3.452 € × 30 ÷ 38,5 = 2.689,87 €, aufgerundet); 2.980 € Berufseinstieg aus dem WSI-Lohnspiegel (n = 4.083); 1.365,24 € Ausbildung nach TVAöD § 1 Abs. 1 Buchst. c, ab 01.05.2026. Netto gerechnet mit dem BMF-Lohnsteuerrechner 2026 plus gesetzlichen Sozialabgaben nach den oben genannten Sätzen; Kirchensteuer in allen Fällen mit 0 € angenommen.

Zustand

Alle Nettobeträge sind gerechnet, nicht geschätzt: BMF-Lohnsteuerrechner 2026 zuzüglich der gesetzlichen Sozialabgaben.

Halbe Stunden sind nicht halbes Netto

Wer die Wochenstunden reduziert, halbiert damit nicht automatisch das Netto: Ein niedrigeres Brutto senkt den Durchschnittssteuersatz, weil der Grundfreibetrag stärker ins Gewicht fällt. Im Beispiel oben sinkt das Brutto bei 30 statt 38,5 Stunden auf 77,9 % des Vollzeitwerts, das Netto aber nur auf 81,4 %. Alle Details zu Teilzeitmodellen stehen auf der eigenen Teilzeit-Seite.

Keine Steuerberatung

Diese Seite ersetzt keine Steuerberatung. Individuelle Freibeträge, Vorsorgeaufwendungen oder weitere Einkünfte können das tatsächliche Ergebnis verändern; eine Aussage zur persönlichen Steuerlast trifft die Seite nicht.

Der Gehaltsrechner

€
Std.

Der Rechner ordnet ein und berechnet keine persönliche Steuerlast. Vergleichswerte: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Datenstand 2025 (Median 3.452 €, Quartile 2.928 – 4.062 €); Verbundspannen des Steinauf Praxisverbunds, Stand 22.09.2026. Das Nettogehalt steht auf der Nettoseite, die Herkunft der Zahlen auf der Methodikseite.

Rechenweg: Monatsbrutto ÷ (Wochenstunden × 4,33) = Stundenlohn; der Vergleich setzt das Monatsbrutto ins Verhältnis zum Median von 3.452 €.

Der Block zeigt Eingabefelder, Ergebnis und Rechenweg.

Woher die Zahlen stammen

Woher die Zahlen stammen

Der Block steht auf jeder Gehaltsseite und verlinkt auf die ausführliche Methodikseite.

Häufige Fragen


Wie viel bleibt vom Brutto übrig?

Bei 3.452 € brutto und Steuerklasse I bleiben 2.306,77 € netto (BMF-Lohnsteuerrechner 2026, ohne Kirchensteuer, kinderlos). Steuerklasse, Kirchensteuer und Krankenkasse verändern das Ergebnis — die sechs Beispielfälle zeigen die Spanne.



Warum ist die halbe Stelle nicht das halbe Netto?

Weil Freibeträge und Progression nicht linear wirken. Bei 30 statt 38,5 Wochenstunden sinkt das Brutto auf 77,9 % des Vollzeitwerts, das Netto aber nur auf 81,4 %.



Sind die Abzugssätze aktuell?

Die Sätze stammen aus den Beitragssätzen 2026 der Techniker Krankenkasse und werden jährlich geprüft und mit Datum ausgewiesen.


Quellen und Verantwortung

Woher die Zahlen stammen

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Autor:in: Redaktion physiotherapie-praxis24.de · Prüfstand: 18.09.2026 · Zahlenstand: Beitragssätze 2026

Quellen, Konflikt, Korrektur

Betreiber: Steinauf Praxisverbund · Korrekturweg: Fehler melden an info@steinauf-praxisverbund.de

1

Techniker Krankenkasse, Beitragssätze Sozialversicherung 2026 · BMF Lohn- und Einkommensteuerrechner, Steuerjahr 2026 · AOK, Rechengrößen 2026

Stand 2026

2

Grundfreibetrag 2026 nach § 32a EStG · TVAöD § 1 Abs. 1 Buchst. c, ab 01.05.2026

ab 01.05.2026

3

Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Datenstand 2025 · WSI-Lohnspiegel, n = 4.083

Aus dem Verbund: Gezahlt werden neben dem Grundgehalt ein monatlicher Sachbezug und ein Zuschuss zur betrieblichen Altersvorsorge; beides wirkt netto stärker als eine gleich hohe Bruttoerhöhung. Das häufigste Missverständnis im Vorstellungsgespräch betrifft die Steuerklasse — viele rechnen mit Klasse I, obwohl eine andere gilt. Etwa jede dritte Bewerbung nennt einen Netto-Wunsch statt einer Bruttoforderung.