Was ein:e Physiotherapeut:in macht, lässt sich in drei Kernaufgaben zusammenfassen: Physiotherapeut:innen untersuchen Bewegungs- und Funktionsstörungen, behandeln sie mit aktiven und passiven Verfahren und dokumentieren den Verlauf. Sie handeln im Regelfall auf ärztliche Verordnung; eine eigenständige medizinische Diagnose stellen sie nicht.
Herausgeber: Steinauf Praxisverbund
Autor:in: Redaktion physiotherapie-praxis24.de · Prüfdatum: 18.09.2026
Rechtsstand: geltende Fassung, geprüft am 18.09.2026
Diese Seite richtet sich an Menschen, die den Beruf ausüben oder ergreifen wollen — Berufsanfänger:innen, Wechselwillige, Rückkehrer:innen und Schüler:innen vor der Berufswahl. Wer als Patient:in wissen möchte, was bei einer Behandlung passiert, findet diese Information auf den Praxisseiten des Verbunds: https://steinauf-praxisverbund.de/
§ 1 MPhG: Die Berufsbezeichnung „Physiotherapeut:in" ist geschützt — sie darf nur führen, wer die Erlaubnis nach § 2 MPhG besitzt. § 2 MPhG: Die Erlaubnis setzt voraus: die abgeleistete Ausbildung, die bestandene staatliche Prüfung, Zuverlässigkeit, gesundheitliche Eignung und ausreichende deutsche Sprachkenntnisse. Bezeichnungsschutz: Nur wer die Erlaubnis nach § 2 MPhG besitzt, darf sich „Physiotherapeut:in" nennen. Tätigkeitsschutz: Die Tätigkeit selbst ist nicht im selben Umfang geschützt wie die Bezeichnung.
Rechtsstand
Norm
MPhG
Fundstelle
§ 1, § 2 MPhG
Stand
geltende Fassung, abgerufen am 18.09.2026
Die Tätigkeitsbeschreibung ist mit BERUFENET (Berufs-ID 8750) abgeglichen.
Verbreitet zu lesen
Der Direktzugang zur Physiotherapie sei eingeführt oder stehe unmittelbar bevor.
Belegt
Ein Direktzugang im Sinne einer Behandlung ohne ärztliche Verordnung zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung besteht in Deutschland nicht. Der Referentenentwurf PhyThBRefG hat ihn nicht eingeführt. Ohne Verordnung ist der Zugang nur über eine auf die Physiotherapie beschränkte Heilpraktikererlaubnis möglich — die Leistung ist dann eine Privatleistung, nicht zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung.
Beleg
Referentenentwurf PhyThBRefG (Stand 21.12.2023) · ZVK-Meldung vom 16.02.2024
Offener Beleg
Die Aussage zur sektoralen Heilpraktikererlaubnis steht unter Prüfvorbehalt. Bis die zugrundeliegende höchstrichterliche Entscheidung an der Entscheidungsdatenbank des Bundesverwaltungsgerichts geprüft ist, steht sie ohne Aktenzeichen.
Praxis, Klinik, Rehabilitationseinrichtung, Pflegeeinrichtung und Hausbesuch sind die klassischen Einsatzorte. Felder außerhalb der klassischen Praxis stehen auf der eigenen Seite unter /beruf/alternative-arbeitsfelder/.
Arbeitszeiten
Die Rahmenbedingungen hängen stark von der jeweiligen Einrichtung ab — dazu zählen die Taktung der Behandlungstermine, die Zeit für Dokumentation sowie mögliche Schicht- und Wochenenddienste, etwa in Kliniken oder Pflegeeinrichtungen. Für eine belegte Verteilung der Arbeitszeiten liegt keine Quelle vor — diese Angaben bleiben deshalb bewusst beschreibend, ohne Stundenzahl oder Taktangabe in Minuten.
Standorte: mehrere Praxen in Bayern, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein · Arbeitszeitmodelle: Vollzeit, Teilzeit ab 20 Wochenstunden · Einarbeitung: strukturierte Einarbeitung über sechs Wochen mit fester Ansprechperson · Fortbildung: jährliches Fortbildungsbudget und bezahlte Freistellung für Kurstage.
Arbeitszeitmodell
Vollzeit mit 38,5 Wochenstunden, Teilzeit ab 20 Wochenstunden
Fortbildung
jährliches Fortbildungsbudget und bezahlte Freistellung für Kurstage
Team und Standorte
Praxen in Bayern, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein, Teams von sechs bis zwölf Personen
Interessenkonflikt: Der Herausgeber Steinauf Praxisverbund ist selbst Arbeitgeber für Physiotherapeut:innen — diese Seite beschreibt den Beruf, den der Verbund selbst anbietet.
Im Regelfall ist eine ärztliche Verordnung erforderlich. Ausnahmen sind eng begrenzt und im Abschnitt „Direktzugang" oben beschrieben — teils unter Prüfvorbehalt.
Nein, eine eigenständige medizinische Diagnose stellen Physiotherapeut:innen nicht. Sie handeln im Regelfall auf ärztliche Verordnung und dokumentieren den Verlauf.